Komet, Shubunkin oder Schleierschwanz
Hinter dem Begriff Goldfisch verbergen sich Dutzende von Varietäten derselben Art mit sehr unterschiedlichen Körperformen. Das hat in der Aquaponik unmittelbare praktische Konsequenzen, denn nicht alle vertragen dieselben Bedingungen.
Die sogenannten einfachen Varietäten mit gestrecktem Körper und einfacher Schwanzflosse sind die robustesten. Der gemeine Goldfisch und der Komet, erkennbar an seiner langen, tief gegabelten Schwanzflosse, schwimmen schnell und vertragen Kälte gut. Der Shubunkin mit seinem blau-weißen, gefleckten Kaliko-Muster gehört zur gleichen Kategorie und eignet sich problemlos für ein Außenbecken.
Die sogenannten japanischen oder Fantasievarianten wie Schleierschwanz, Teleskop oder Löwenkopf wurden auf einen kugelförmigen Körper und besonders ausgeprägte Flossen hin gezüchtet. Diese Körperform komprimiert die inneren Organe, schränkt die Schwimmleistung ein und macht sie deutlich anfälliger. Sie vertragen die starke Strömung einer Umwälzpumpe schlecht und sind weniger winterhart.
Für ein aquaponisches System, insbesondere im Außenbereich, empfehlen sich daher die einfachen Formen. Fantasievarianten bleiben besser einem ruhigen Innenbecken mit stabilerer Temperatur vorbehalten, wo ihre langsame Schwimmweise sie zur Futterzeit nicht gegenüber schnelleren Artgenossen benachteiligt.