Nicht das Pikieren belastet den Biofilter, sondern die Fütterung der Fische. Eine größere Pikier-Aktion steigert den Nährstoffbedarf und damit die Versuchung, mehr zu füttern – genau diese Steigerung muss schrittweise erfolgen. Die Faustformel lautet: die Ration in kleinen Schritten erhöhen und zwischen zwei Schritten eine volle Beobachtungswoche abwarten, anstatt sich am Aussaat-Kalender zu orientieren.
Die Kontrolle erfolgt anhand von drei Parametern, nicht nur einem. Ammoniak und Nitrit müssen nicht nachweisbar sein; jede Spur Nitrit bedeutet, dass die Bakterienpopulation die soeben erzeugte Belastung noch nicht vollständig verarbeitet. Der Sauerstoffgehalt muss über 5 mg pro Liter bleiben – ein Grenzwert, der in den Merkblättern zur kleinmaßstäblichen Aquaponik wiederholt genannt wird. Der pH-Wert sollte im optimalen Bereich für das Zusammenleben von nitrifizierenden Bakterien und Pflanzen liegen, also etwa 6,8 bis 7,2; der Bereich 6,5 bis 7,5 ist noch akzeptabel.
Wenn Nitrit auftritt, ist die richtige Reaktion niemals, Pflanzen hinzuzufügen oder den Biofilter zu reinigen. Reduzieren Sie die Ration – notfalls bis zur vollständigen Pause für ein oder zwei Tage –, erhöhen Sie die Belüftung und warten Sie, bis der Messwert auf null zurückgegangen ist, bevor Sie die Steigerung fortsetzen.