Aussaat schützen: Vlies, Gewächshaus oder Innenbereich
Es gibt drei Schutzstufen, die sich deutlich im Preis unterscheiden. Wintervlies, direkt auf die Kulturen oder über kleine Bögen gelegt, bringt in der Regel 2 bis 3 °C und schützt vor allem vor austrocknenden Winden und leichten Frösten. Es bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für ein Außenbeet – vorausgesetzt, man entfernt es an milden Tagen, um dauerhafter Kondensation vorzubeugen.
Ein Kaltgewächshaus oder ein Folientunnel spielen in einer anderen Liga. Sie verschieben das Aussaatfenster um etwa zwei Wochen, ermöglichen in weiten Teilen Frankreichs eine ganzjährige Ernte und schützen auch das Becken selbst. Ihr größter Nachteil ist die stehende Feuchtigkeit, die Mehltau begünstigt – weshalb es sinnvoll ist, das Gewächshaus immer dann zu lüften, wenn die Außentemperatur es erlaubt. Unser Ratgeber zu Gewächshäusern und Außenkits hilft bei der richtigen Dimensionierung.
Der dritte Weg besteht darin, die Produktion ins Innere zu verlagern und ein kleines, künstlich beleuchtetes Innensystem zu betreiben. Das ist die einzige Option, die vollständig unabhängig von der Tageslänge macht – allerdings auf Kosten eines Stromverbrauchs, den man einkalkulieren muss. Sie lohnt sich vor allem für Jungpflanzen und Kräuter, deren Kilopreis die Beleuchtungskosten rechtfertigt.