Ja, sofern man Vergleichbares miteinander vergleicht. Kreislaufsysteme, auf denen die Aquaponik basiert, erneuern täglich nur wenige Prozent des Wasservolumens, während offene Teichanlagen einen erheblichen Wasseraustausch erfordern. Französische Pilotprojekte nennen einen Richtwert von 90 % weniger Wasserverbrauch gegenüber konventionellen Haltungsformen.
Im Maßstab eines Hausgartens fällt der Vergleich auch gegenüber dem Freilandanbau zugunsten der Aquaponik aus. Das Wasser versickert weder in der Tiefe noch geht es durch Oberflächenabfluss verloren – es zirkuliert im Kreislauf und verlässt das System nur durch Verdunstung, durch die Transpiration der Pflanzen und durch die geringe Menge, die mit dem aus dem Filter entnommenen Schlamm abgeführt wird.
In der Praxis ist dennoch regelmäßiges Nachfüllen erforderlich, besonders im Sommer und im Gewächshaus, wo die Verdunstung stark zunimmt. Verwenden Sie nach Möglichkeit gesammeltes Regenwasser statt Leitungswasser, dessen Chlor ohnehin neutralisiert oder durch Ausgasen entfernt werden muss, bevor es dem Becken zugeführt werden darf.